Mischa Kuball: Von der Straße ins Archiv

Erschienen in: {mb_texte_texte_erschienen-in} | 3. März 2026
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Den Graben zwischen öffentlichem Raum und den abgeschirmten Bezirken der Kunstvermittlung überwinden, das hat sich Mischa Kuball auf die Fahnen geschrieben. Im Baukunstarchiv NRW in Dortmund macht der Düsseldorfer Künstler die Probe aufs Exempel.

Neue Ausstellung im KAI 10: Ein Atlas der fantastischen Welten

Erschienen in: {mb_texte_texte_erschienen-in} | 2. März 2026
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Eine Ausstellung der Düsseldorfer Kai 10 | Arthena Foundation präsentiert Werke von neun Gegenwartskünstlern, die fasziniert sind von Landkarten. Im Zentrum ihrer „Uncertain Maps“ steht nicht topografische Verlässlichkeit, sondern die Erfindung fantasiereicher Parallelwelten.

Museumsarchitektur. Spektakuläre Prunkbauten für die Kunst

Erschienen in: {mb_texte_texte_erschienen-in} | 20. Februar 2026
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Dass die Kunstwelt mit Museen unterversorgt ist, kann man nicht gerade behaupten. Gleichwohl verspricht 2026 aufgrund etlicher ambitionierter Neubauten ein Jahr der Superlative zu werden. Eine Auflistung erstreckt sich von Hamburg über Brügge, Brüssel und Rotterdam bis nach London. Noch mehr Aufmerksamkeit allerdings verdienen jene Museumsnovizen, die jenseits des Großen Teiches der Vollendung entgegengehen: Los Angeles, Memphis und New York rücken mit glanzvollen Museumsbauten und berühmten Architektennamen ins Rampenlicht.

Paula Modersohn-Becker wagte das erste nackte Selbstbildnis einer Malerin. Die früh verstorbene Künstlerin brach auch sonst mit etlichen Konventionen

Erschienen in: {mb_texte_texte_erschienen-in} | 7. Februar 2026
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Obwohl sie schon mit 31 Jahren starb, hinterließ sie unvergängliche Spuren in der Kunstgeschichte der Moderne. Paula Modersohn-Becker brachte mit ihrer Malerei das Erhabene im Einfachen zum Vorschein. Anlässlich ihres 150. Geburtstags erinnern Ausstellungen in Bremen, Worpswede und Dresden an die Pionierin.

Neue Blicke auf vertrautes Terrain. Erweiterte Weltsichten

Erschienen in: {mb_texte_texte_erschienen-in} | 5. Februar 2026
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Mit der Sonderschau erweitert das Bochum Museum unter Tage von Situation Kunst (für Max Imdahl) die Dauerausstellung „Weltsichten“, die in direkter Nachbarschaft gezeigt wird. Beim Rundgang kann man hervorragend nachvollziehen, wie die Natur, aber auch Landschaften, die auf urbanem Territorium verortet sind, durch die Jahrhunderte im Spiegel der Kunst neue Gestaltung erfahren haben.

Kunstsammlung auf Tournee: Julia Stoschek ist zu Gast in Los Angeles

Erschienen in: {mb_texte_texte_erschienen-in} | 3. Februar 2026
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Der Eintritt ist frei, Popcorn gibt es gratis. Auch die Öffnungszeiten (17 Uhr bis Mitternacht) entsprechen nicht eben musealen Gepflogenheiten. In der Tat sprengt das »Audiovisual Poem«, das vom 6. Februar bis 20. März im Variety Arts Theater von Los Angeles stattfindet, den Rahmen eines herkömmlichen Ausstellungserlebnisses. Einst traten hier Laurel und Hardy oder Buster Keaton auf. Jetzt gehen in dem verwaisten Palazzo Klassiker des Hollywood-Kinos mit zeitgenössischer Videokunst aus der Julia Stoschek Foundation eine ungewöhnliche Liaison ein. White Cube trifft Black Box – Regisseur dieser ungewöhnlichen filmischen Allianz ist Udo Kittelmann. In der »Rheinischen Post« habe ich über das Crossover-Format berichtet – übrigens die erste umfassende Präsentation der Stoschek Foundation in den USA.

Die Welt als Maske und Mummenschanz

Erschienen in: {mb_texte_texte_erschienen-in} | 3. Februar 2026
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Wer Maske und Malerei sagt, muss James Ensor sagen. Der belgische Symbolist (1860–1949) hat die Maskerade zu seinem Markenzeichen gemacht. Momentan zeigt das Arp Museum Bahnhof Rolandseck seine Werke im Kontext der Schau »Seelenlandschaften«. Präsentiert werden die Bilder von Ensor in Remagen zusammen mit Beispielen der belgischen und französischen Malerei und Skulptur des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Dabei rekrutieren sich die Exponate zum einen aus der Antwerpener Sammlung The Phoebus Foundation, zum anderen aus der Kollektion von Gustav Rau – der Arzt, gestorben 2002, hatte seine Sammlung der Organisation Unicef vermacht, die das Konvolut als Dauerleihgabe an das Arp Museum weiterreichte.

Fummeln erwünscht

Erschienen in: {mb_texte_texte_erschienen-in} | 2. Februar 2026
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Mit seinen »Kaufhaus-Objekten« nahm er die Konsumwelt spielerisch aufs Korn und ermunterte das Publikum zur Mitwirkung. Rolf Glasmeier wollte seine Liebe zur Kunst mit möglichst vielen teilen. Das Kunstmuseum Gelsenkirchen widmet dem frühverstorbenen Künstler (1945–2003) eine Einzelausstellung, die noch bis zum 8. März zu sehen ist. Eine längst überfällige Retrospektive, die den Blick auf das Werk des Künstlers, Typografen und Plakatgestalters lenkt. Nicht zuletzt als Strippenzieher darf Glasmeier eine Schlüsselposition in der Kunstszene des Ruhrgebiets beanspruchen – vor allem in den sechziger und siebziger Jahren. In und von Gelsenkirchen aus organisierte der notorische Netzwerker mehr als 350 Ausstellungen, mit denen er andere Kunstschaffende ins Rampenlicht rückte – nicht eben typisch für Künstler, deren Ambitionen sich häufig auf die eigene Karriere konzentrieren. »Rolf Glasmeier«, erinnert sich sein Bruder Michael, »war ein absoluter Kommunikator, eine Wohltat für Gelsenkirchen.«

Ausstellung »Natur und deutsche Geschichte« in Berlin: Erhellendes Sammelsurium

Erschienen in: {mb_texte_texte_erschienen-in} | 8. Januar 2026
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Wie natürlich ist unser Naturverständnis? Danach fragt das Deutsche Historische Museum in Berlin mit seiner Ausstellung »Natur und deutsche Geschichte. Glaube – Biologie – Macht«. Die kulturhistorische Schau erkundet ein immenses Terrain und wartet mit manchem Kuriosum auf.

Immer der Nase nach! Eine Ausstellung im Düsseldorfer Kunstpalast kreiert ungewöhnliche Riecherlebnisse und legt Duftspuren zur Kunst

Erschienen in: {mb_texte_texte_erschienen-in} | 8. Januar 2026
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Wie riecht Waschpulver? Dazu hat wohl jeder zumindest eine Assoziation parat. Ähnlich verhält es sich mit dem Aroma des Waldes. Wonach aber riecht der Krieg? Mangels eigener Erfahrung müssen die meisten hierauf eine Antwort schuldig bleiben. Noch vertrackter die Frage, welche Düfte zur Malerei des Expressionismus passen. Auf den ersten Blick scheint eine solche Erkundigung abwegig. Schließlich appelliert die Malerei an die Augen, nicht an die Nase. Gerade diese Paradoxie aber macht den Reiz einer ungewöhnlichen Ausstellung aus, die derzeit im Düsseldorfer Kunstpalast zu sehen und zu riechen ist. »Die geheime Macht der Düfte«, so hat der für das Konzept verantwortliche Kölner Duftdesigner Robert Müller-Grünow sein Experiment mit der Dauerausstellung genannt. Für die »Neue Zürcher Zeitung« habe ich eine Schnuppertour durch die Präsentation unternommen.