Texte, die in Zeitungen und Zeitschriften erschienen sind

Texte
Diese Auswahl versammelt eine Reihe meiner Artikel, erschienen unter anderem im Magazin »kultur.west«, der »Neuen Zürcher Zeitung«, »Kunstforum International«, »Monopol« dem »boesner Kunstportal« und der »Rheinischen Post«. Kunst, Architektur und Design, Kultur und Geschichte bilden den Schwerpunkt.
«Es liebt Dich und Deine Körperlichkeit ein Verwirrter», so hat die Kunsthalle Düsseldorf ihre aktuelle Gruppenausstellung genannt. In der Tat löst der Titel Verwirrung aus. Für die Arbeiten von Carina Brandes, Florian Krewer und Raphaela Simon gilt das zum Glück nicht. Fotografie, Malerei und Skulptur vereinen sich am Grabbeplatz zu einer sehenswerten Bestandsaufnahme. Im Zeitalter von Optimierungswahn und KI-Selfies beharren die Künstler auf Körperbildern, die authentisch und unverwechselbar sind.
Um Selbstbilder und Körperideale geht es in der neuen Gruppenausstellung der Kunsthalle Düsseldorf. Carina Brandes, Florian Krewer und Raphaela Simon zeigen Ansichten des modellierbaren Körpers.
Prominente Namen, viele Galerien aus Belgien und den Niederlanden und ein neuer Sektor – es gibt einige gute Gründe, die nächste Art Cologne zu besuchen. »Art + Object« nennt Messe-Chef Daniel Hug die Zone, wo bildende Kunst und Kunsthandwerk aufeinandertreffen. Weil immer mehr und vor allem jüngere Künstler*innen in die Gesellschaft hineinwirken wollen, ist die einst sakrosankte Unterscheidung zwischen »autonom« und »angewandt« ohnehin fragwürdig geworden. Sinnvoll also, dass »Art + Object« zusammenbringt, was zusammengehört. Sebastian Jacobi, der mit seiner Frau Andrea in Bad Ems den Modeshowroom »meinweiss« betreibt, hat das Kunst-und-Design-Crossover kuratiert. Im Mittelpunkt steht eine Sonderschau der saarländischen Textilkünstlerin Sophie Dawo (1926-2010), präsentiert vom Berliner Designhändler Jochum Rodgers.
Friedrich I. Barbarossa feiert einen runden Geburtstag. Zum 900. des sagenumwobenen Stauferkaisers gratulieren Schloss Cappenberg in Selm und das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster in Gestalt einer Doppelausstellung. Mit zahlreichen Exponaten vergegenwärtigt «Barbarossa. Die Kunst der Herrschaft» das Bild eines Monarchen, der bis heute fasziniert.
Vom antiken Laokoon über mittelalterliche Kreuzigungsdarstellungen bis zu Francis Bacons eindringlichen Figurenbildern zieht sich der rote Faden existenzieller Kunst. Wer ihn in die Gegenwart verlängern will, sollte sich auf die Kunst von Berlinde De Bruyckere einlassen. Gelegenheit dazu bietet das Arp Museum Bahnhof Rolandseck in Remagen. Dort ist die belgische Bildhauerin bis Anfang Januar 2022 mit einer Werkübersicht vertreten, in der die letzten Dinge aufs Tapet gebracht werden – ergreifend und schonungslos.
Reinhard Mucha ist bekennender Fan von Fortuna Düsseldorf. Während der traditionsreiche Fußballclub in die 2. Bundesliga abgestiegen ist, dürfte die aktuelle, enorm aufwendige Mucha-Doppelausstellung in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen den Düsseldorfer Künstler (Jahrgang 1950) endgültig in die Topliga des internationalen Kunstbetriebs hieven. Wobei er dort, strenggenommen, schon einmal mitspielte: 1992 und 1997 nahm Mucha an der documenta in Kassel teil. Schon zuvor, 1990, lud man den Konzeptkünstler gemeinsam mit Bernd und Hilla Becher ein, den Deutschen Pavillon der Biennale von Venedig zu bespielen.
Länger als drei Jahrzehnte hat die internationale Fotomesse photokina (1950-2018) an der Ausstellungs- und Veranstaltungsfront Flankenschutz vom Festival Photoszene bekommen. Als die Koelnmesse das Aus für das Treffen der Foto-, Video- und Imaging-Branche beschloss, machte die Internationale Photoszene Köln auf eigene Faust weiter und verlegte ihre Laufzeit ins Frühjahr. Vom 12. bis 21. Mai 2023 setzen Museen, Galerien, Showrooms und andere Institutionen der Domstadt erneut voll auf die Kraft der Kamerabilder. Um das Festival vorzubereiten und vorab Neugier zu wecken, haben die Photoszene-Macher*innen Heide Häusler, Dana Bergmann und Heidi Pfohl ein dreitägiges Veranstaltungsprogramm entwickelt.