Texte, die in Zeitungen und Zeitschriften erschienen sind

Texte
Diese Auswahl versammelt eine Reihe meiner Artikel, erschienen unter anderem im Magazin »kultur.west«, der »Neuen Zürcher Zeitung«, »Kunstforum International«, »Monopol« dem »boesner Kunstportal« und der »Rheinischen Post«. Kunst, Architektur und Design, Kultur und Geschichte bilden den Schwerpunkt.
Als Plädoyer für Feminismus und gesellschaftliches Engagement in der Kunst definiert sich die Schau «Die unhintergehbare Verflechtung aller Leben». Mit Ilse Henin steht eine neuentdeckte Altmeisterin im Zentrum der Gruppenausstellung in der Kunsthalle Düsseldorf. Geboren 1944, erhielt sie durch die politisierten späten Sechziger ihre weltanschauliche Prägung. Gegen Kapitalismus, gegen Atomkraft, gegen den profitorientierten, von Männern dominierten Kunstmarkt – diese Maximen, die heute wieder von vielen jüngeren Kunstschaffenden geteilt werden, bestimmten und bestimmen Henins Leben und finden ein Echo in ihren Zeichnungen und Gemälden.
Die zweite Ausgabe des Digitalfestivals «New Now», das bis August im UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein in Essen präsentiert wird, steht unter dem Motto «Hypernatural Forces». Sieben «Residenzkünstler» haben vor Ort zukunftsweisende Werke produziert, in denen Natur und Technik eine Allianz eingehen. Mit der herkömmlichen Art der Kunstrezeption, bei der ein Betrachter ehrfürchtig, regungslos und in gebührendem Abstand vor dem Werk verharrt, haben diese Ideen nichts mehr zu tun. In der schönen neuen Kunstwelt geht es um eine virtuelle Realität, in die der Betrachter eintaucht, die er womöglich nach seinen Vorstellungen ummodelliert. Immersion lautet das Schlagwort.
Obwohl Hugo van der Goes unter den flämischen Malern in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts eine Berühmtheit war, wissen wir erstaunlich wenig über den Künstler. So unzureichend unsere Kenntnis der Lebensumstände, so schwierig, das Werk kunsthistorisch in den Griff zu bekommen. Eine Ausstellung der Gemäldegalerie Berlin bringt Licht ins Dunkel.
In seinen Aquarellen und Gouachen lässt der ZERO-Pionier Heinz Mack «Farbe als Licht und Licht als Farbe» erstrahlen. In einer kammermusikalischen Schau präsentiert die Düsseldorfer Galerie Geuer & Geuer knapp 25 kleine Aquarelle und Gouachen des Künstlers, der Ende der fünfziger Jahre zu den Mitbegründern der ZERO-Gruppe zählte. In den gegenstandsfreien Arbeiten auf Papier balanciert der Künstler farbige Flächen in immer neuen geometrischen Variationen aus.
Krefeld feiert in diesem Jahr seinen 650. Geburtstag. Am Jubiläumsprogramm beteiligen sich die Kunstmuseen Krefeld mit der Ausstellung «Produktive Räume. Kunst und Design aus Krefeld». In den benachbarten Außenposten Haus Lange und Haus Esters sind rund 50 Künstler und Designer mit ihren Arbeiten vertreten. Krefelds Kreative zeigen Flagge, versuchen, ein Stück weit aus dem Schatten der ebenso nahen wie übermächtigen Kunstmetropole Düsseldorf herauszutreten. Dabei sind die Bauhaus-Villen Lange und Esters mehr als bloß Kulisse. Was Ludwig Mies van der Rohe (1886–1969) 1927–1930 als Behausung der beiden Seidenfabrikanten Hermann Lange und Josef Esters entwarf, darf als Musterbeispiel für «Produktive Räume» gelten.
Die Mischanlage der Kokerei auf Zeche Zollverein in Essen hat sich in ein Labor für Digitalkunst verwandelt. Für die Ausstellung New Now produzierten sieben Künstler vor Ort immersive Werke, in denen Natur und Digitales eine faszinierende Symbiose eingehen. Mit den vertrauten Formaten hat die Kunst der digitalen Art nicht mehr viel gemein: Künstliche Intelligenz (KI), smarte Algorithmen und raffinierte Robotik haben das Kommando übernommen.
Roboter betrachten Andrea Anner und Thibault Brevet als Teil der Familie. Seit 2018 experimentiert ihr Studio AATB mit den mechanischen Helfern und erweitert unser Verständnis von Robotik um eine ästhetische Dimension. Bei «New Now» schickt AATB eine Hundestaffel auf Patrouille. Ziel ist die Interaktion mit dem Publikum.