Texte, die in Zeitungen und Zeitschriften erschienen sind

Texte
Diese Auswahl versammelt eine Reihe meiner Artikel, erschienen unter anderem im Magazin »kultur.west«, der »Neuen Zürcher Zeitung«, »Kunstforum International«, »Monopol« dem »boesner Kunstportal« und der »Rheinischen Post«. Kunst, Architektur und Design, Kultur und Geschichte bilden den Schwerpunkt.
Frank Gehry befreite die Architektur vom Dogma des rechten Winkels, definierte Gebäude als skulpturale Gebilde und erlöste mit seinem Guggenheim Museum Bilbao eine ganze Stadt aus der Agonie. Im Alter von 96 Jahren ist der Ausnahme-Architekt in Santa Monica gestorben.
Die Fotografin Germaine Krull (1897–1985), der das Museum Folkwang in Essen eine hervorragende Retrospektive widmet, war beinahe pausenlos unterwegs. So erscheint es jedenfalls aus der Rückschau, blickt man auf das abenteuerliche Leben der Kosmopolitin. Dem Staccato ihrer Biografie korrespondieren die motivische Vielfalt und Experimentierlust der Bilder. Legendär ihr Mappenwerk »Métal« (1928), in dem die Technik-Enthusiastin das stählerne Maschinenzeitalter verherrlicht. Die Fotografie war Germaine Krulls Standbein – ihre Aktivitäten als politische Journalistin und als Schriftstellerin wären mit dem Wort »Spielbein« jedoch unzureichend charakterisiert. Die Essener Ausstellung berücksichtigt beides. Gleichrangig neben die rund 300 Fotografien tritt das literarische Schaffen, präsentiert in Form von Zitaten, Texten und anderen Dokumenten.
Die jüngsten Rekordergebnisse bei den Sotheby’s-Herbstversteigerungen nähren die Hoffnung, dass der kriselnde Kunstmarkt wieder anzieht. Zwischen Klimt und Kahlo klafft jedoch ein tiefer genderspezifischer Gap.
»Nicht von Menschenhand« heißt eine Einzelausstellung, die das Museum Schloss Cappenberg in Selm dem Hyperrealisten Konrad Klapheck widmet. Bekannt wurde er durch seine »Maschinenbilder«, denen freilich nichts Maschinelles anhaftet.
Im kommenden Jahr feiert das städtische Museum Morsbroich in Leverkusen das 75-jährige Bestehen. Als Prolog des Jubiläums zeigt die aktuelle Sonderausstellung »the good in the pot, the bad in the crop. The Storage | Die Sammlung« kaum bekannte Schätze aus dem Magazin. »Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen«, die Redewendung, der die Kuratorin Thekla Zell einen anglophilen Anstrich verpasst hat, stammt aus dem Märchen »Aschenputtel«. Sie zielt auf einen Ausleseprozess, bei dem Gutes von Schlechtem, Wertvolles von Wertlosem getrennt wird. Die Ausstellung will das Gegenteil bewirken: In elf Kapiteln werden hier VIP-Künstler wie Joseph Beuys, Gerhard Richter oder Wolf Vostell auf gleicher Augenhöhe gezeigt wie Kunstschaffende, die nur noch Insidern ein Begriff sind.
Eine Sonderausstellung im LVR-Landesmuseum Bonn untersucht, wie die Moderne in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf den drastischen Wandel in der Arbeitswelt reagierte. Zwischen utopischen Hoffnungen und düsteren Visionen entfaltet sich ein Panorama am Puls der Industriegesellschaft.
Bei der Art Cologne 2025 wurde der rote Teppich für Charlotte Zander ausgerollt: Eine Sonderausstellung des Zentralarchivs für deutsche und internationale Kunstmarktforschung am Stand des ZADIK (Halle 11.1, Stand D-19) würdigte die Sammlerin, Galeristin und Museumsgründerin (1930–2014) als engagierte Fürsprecherin der Outsider Art. Im ZADIK-Domizil im Kölner Mediapark kann man die materialreiche Ausstellung noch bis September 2026 besuchen.
Charlotte Zander war eine Brückenbauerin. Ihr Anliegen: jenen Sonderlingen und Eigenbrötlern, die im Kunstbetrieb – und oft auch in der Gesellschaft – eine Außenseiterposition einnehmen, einen prominenteren Platz inmitten der Kunsthierarchie zu sichern. In gewisser Weise führte sie damit fort, was schon viele Künstler der Moderne umgetrieben hatte: Auf der Suche nach ursprünglichen Bildwelten ließen sie sich im frühen 20. Jahrhundert inspirieren von außereuropäischen Kunstwerken, der Malerei von Kindern, psychisch Kranken oder den Hervorbringungen von Autodidakten.