Ausstellung »Natur und deutsche Geschichte« in Berlin: Erhellendes Sammelsurium

Erschienen in: {mb_texte_texte_erschienen-in} | 8. Januar 2026
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Wie natürlich ist unser Naturverständnis? Danach fragt das Deutsche Historische Museum in Berlin mit seiner Ausstellung »Natur und deutsche Geschichte. Glaube – Biologie – Macht«. Die kulturhistorische Schau erkundet ein immenses Terrain und wartet mit manchem Kuriosum auf.

Immer der Nase nach! Eine Ausstellung im Düsseldorfer Kunstpalast kreiert ungewöhnliche Riecherlebnisse und legt Duftspuren zur Kunst

Erschienen in: {mb_texte_texte_erschienen-in} | 8. Januar 2026
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Wie riecht Waschpulver? Dazu hat wohl jeder zumindest eine Assoziation parat. Ähnlich verhält es sich mit dem Aroma des Waldes. Wonach aber riecht der Krieg? Mangels eigener Erfahrung müssen die meisten hierauf eine Antwort schuldig bleiben. Noch vertrackter die Frage, welche Düfte zur Malerei des Expressionismus passen. Auf den ersten Blick scheint eine solche Erkundigung abwegig. Schließlich appelliert die Malerei an die Augen, nicht an die Nase. Gerade diese Paradoxie aber macht den Reiz einer ungewöhnlichen Ausstellung aus, die derzeit im Düsseldorfer Kunstpalast zu sehen und zu riechen ist. »Die geheime Macht der Düfte«, so hat der für das Konzept verantwortliche Kölner Duftdesigner Robert Müller-Grünow sein Experiment mit der Dauerausstellung genannt. Für die »Neue Zürcher Zeitung« habe ich eine Schnuppertour durch die Präsentation unternommen.

Helden der Arbeit, Opfer der Industrialisierung

Erschienen in: {mb_texte_texte_erschienen-in} | 7. Januar 2026
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In dem Moment, wo Künstliche Intelligenz und Robotik verheißungsvoll und bedrohlich zugleich an die Tür der Erwerbswelt pochen (oder sich schon Einlass verschafft haben), scheint das Thema »Arbeit und Kunst« brisanter denn je. Das unterstreicht nun eine Ausstellung im LVR-Landesmuseum in Bonn. »Schöne neue Arbeitswelt. Traum und Trauma der Moderne« lautet der Titel der Schau, die ein Panorama am Puls der Industriegesellschaft entwirft. Auf die Umwälzungen, die sich zwischen 1890 und 1940 in der Arbeitswelt vollzogen, haben Künstlerinnen und Künstler damals seismografisch reagiert – manche voller Euphorie, die meisten jedoch kritisch gegenüber einer Entwicklung, die den Menschen zum Untergebenen der Maschine degradierte.

Vision Weltkunst: Das Museum Ludwig feiert fünfzigjähriges Bestehen

Erschienen in: {mb_texte_texte_erschienen-in} | 6. Januar 2026
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2026 befindet sich das Museum Ludwig in permanenter Feierlaune. Der Grund: Das Flaggschiff der Kölner Museumslandschaft wird 50. Im Jubiläumsjahr kann das Museum Ludwig mit einer Retrospektive aufwarten, die garantiert ein großes Publikum anzieht. Vom 14. März bis 2. August 2026 zeigt das Haus eine Ausstellung mit Arbeiten von Yayoi Kusama. Die begehbaren Spiegelräume und Polka-Dots der japanischen Künstlerin sind auf Instagram genauso angesagt wie in Museen und Galerien. Ein zweites Highlight im Ausstellungskalender des Jahres 2026 dürfte die Schau »Along the Color Line. Perspektiven einer transatlantischen Moderne« ab 3. Oktober werden. Abgerundet wird das Jubiläumsprogramm durch zwei Fotografie-Ausstellungen (»Zweimal Deutschland um 1980« und »Man Ray: Kiki«) sowie durch eine Intervention von Jana Euler.

»Galerien sind alles andere als ein Auslaufmodell«

Erschienen in: {mb_texte_texte_erschienen-in} | 19. Dezember 2025
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Der Kunstmarkt, kann man allerorten lesen, durchlebe eine der schwersten Krisen seit der Finanzkrise 2008. Von einem massiven Einbruch der Umsätze ist die Rede. Im Interview warnen Kristian Jarmuschek, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Galerien und Kunsthändler (BVDG), und BVDG-Geschäftsführerin Birgit Maria Sturm vor Panikmache.

Zur Ausstellung »Einhorn. Das Fabeltier in der Kunst«, Potsdam

Erschienen in: {mb_texte_texte_erschienen-in} | 11. Dezember 2025
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Das Einhorn zwischen Legende und Kunstgeschichte: Das Museum Barberini in Potsdam widmet dem mythischen Fabeltier eine umfassende Ausstellung mit rund 150 Werken. Von antiken Objekten über mittelalterliche Tapisserien wie »La Dame à la licorne« aus dem Pariser Musée de Cluny bis zu zeitgenössischen Positionen von Rebecca Horn und Olaf Nicolai – die Schau zeigt das Einhorn in all seinen Facetten. Sanftmut und Wildheit, Keuschheit und Angriffslust: Kaum ein Einhorn gleicht dem anderen. Die Ausstellung entführt in eine Mythen- und Märchenwelt und nobilitiert das symbolträchtige Tier zum Wappentier der Kunstgeschichte.

Wut und Wertschätzung

Erschienen in: {mb_texte_texte_erschienen-in} | 10. Dezember 2025
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Die Künstlerin Rebecca Racine Ramershoven bereitet für die »Grand Snail Tour« der Urbanen Künste Ruhr eine Interview- und Video-Arbeit vor, die sich mit der Unterdrückung von Schwarzen beschäftigt. Ein Gespräch.

Annika Kahrs im Hamburger Bahnhof in Berlin: Kunst aus dem Geiste der Musik

Erschienen in: {mb_texte_texte_erschienen-in} | 9. Dezember 2025
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Ob Opernsängerin, Sicherheitspersonal, Hausmeister oder Reinigungskräfte – im Musiktheater der bildenden Kunst, das die Berliner Künstlerin Annika Kahrs jetzt im Hamburger Bahnhof präsentiert, gibt es keine Haupt- und Nebenfiguren. Alle spielen eine tragende Rolle in den Soundinstallationen, die an der Schnittstelle von Mensch, Musik und Kunst ihre magische Wirkung tun. Die Ausstellung »Off Score« läuft bis 3. Mai 2026 im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart. Zudem bespielt Kahrs in Berlin das Musikinstrumenten-Museum und verschiedene Orte im öffentlichen Raum. Vom 13. Dezember bis zum 8. Februar 2026 zeigt die Städtische Galerie Nordhorn eine weitere Einzelausstellung zu Annika Kahrs (»Sonant«).

Arbeit als Traum und Trauma: Eine Ausstellung in Bonn betrachtet die Arbeitswelt im Umbruch der Moderne

Erschienen in: {mb_texte_texte_erschienen-in} | 9. Dezember 2025
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Die »Schöne neue Arbeitswelt«, wie sie das LVR-Landesmuseum Bonn in einer kulturhistorischen Schau beleuchtet, hatte manche unschönen Seiten. Zwischen der Entwicklung im frühen 20. Jahrhundert und der Gegenwart gibt es erstaunliche Parallelen.

Zum Tod von Frank Gehry: Der mit den Wänden tanzt

Erschienen in: {mb_texte_texte_erschienen-in} | 7. Dezember 2025
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Frank Gehry befreite die Architektur vom Dogma des rechten Winkels, definierte Gebäude als skulpturale Gebilde und erlöste mit seinem Guggenheim Museum Bilbao eine ganze Stadt aus der Agonie. Im Alter von 96 Jahren ist der Ausnahme-Architekt in Santa Monica gestorben.