Texte, die in Zeitungen und Zeitschriften erschienen sind

Jörg Restorff | Foto: Ute Gabriel

Texte

Diese Auswahl versammelt eine Reihe meiner Artikel, erschienen unter anderem im Magazin »kultur.west«, der »Neuen Zürcher Zeitung«, »Kunstforum International«, »Monopol« dem »boesner Kunstportal« und der »Rheinischen Post«. Kunst, Architektur und Design, Kultur und Geschichte bilden den Schwerpunkt.

Neue Ausstellung im KAI 10: Ein Atlas der fantastischen Welten (Rheinische Post, 2. März 2026)

Eine Ausstellung der Düsseldorfer Kai 10 | Arthena Foundation präsentiert Werke von neun Gegenwartskünstlern, die fasziniert sind von Landkarten. Im Zentrum ihrer „Uncertain Maps“ steht nicht topografische Verlässlichkeit, sondern die Erfindung fantasiereicher Parallelwelten.

Faszinierende Faltungen: Der Künstler Simon Schubert zeichnet mit Licht und Schatten (Kunst+Material, 2. März 2026)

Er hat das Faltblatt zur Kunstform erhoben. Der Kölner Künstler Simon Schubert faltet und drückt Flachreliefs ins Papier. Auf diese Weise sowie in Form von Pigmentreibungen baut er im zweidimensionalen Medium architektonische Räume von ungemeiner Präzision und Subtilität. Mit vielbeachteten Ausstellungen in Leverkusen, Düsseldorf und Neuss hat Simon Schubert in jüngster Zeit vermehrt Aufmerksamkeit auf sich gezogen – auch international: Als einer von drei Finalisten steht er jetzt in der Endrunde des Prix Guerlain. Ende März wird der renommierte Preis für zeitgenössische Zeichenkunst in Paris vergeben.

Museumsarchitektur. Spektakuläre Prunkbauten für die Kunst (Rheinische Post, 20. Februar 2026)

Dass die Kunstwelt mit Museen unterversorgt ist, kann man nicht gerade behaupten. Gleichwohl verspricht 2026 aufgrund etlicher ambitionierter Neubauten ein Jahr der Superlative zu werden. Eine Auflistung erstreckt sich von Hamburg über Brügge, Brüssel und Rotterdam bis nach London. Noch mehr Aufmerksamkeit allerdings verdienen jene Museumsnovizen, die jenseits des Großen Teiches der Vollendung entgegengehen: Los Angeles, Memphis und New York rücken mit glanzvollen Museumsbauten und berühmten Architektennamen ins Rampenlicht.

Paula Modersohn-Becker wagte das erste nackte Selbstbildnis einer Malerin. Die früh verstorbene Künstlerin brach auch sonst mit etlichen Konventionen (Neue Zürcher Zeitung, 7. Februar 2026)

Obwohl sie schon mit 31 Jahren starb, hinterließ sie unvergängliche Spuren in der Kunstgeschichte der Moderne. Paula Modersohn-Becker brachte mit ihrer Malerei das Erhabene im Einfachen zum Vorschein. Anlässlich ihres 150. Geburtstags erinnern Ausstellungen in Bremen, Worpswede und Dresden an die Pionierin.

Neue Blicke auf vertrautes Terrain. Erweiterte Weltsichten (Kunstforum International, 5. Februar 2026)

Mit der Sonderschau erweitert das Bochum Museum unter Tage von Situation Kunst (für Max Imdahl) die Dauerausstellung „Weltsichten“, die in direkter Nachbarschaft gezeigt wird. Beim Rundgang kann man hervorragend nachvollziehen, wie die Natur, aber auch Landschaften, die auf urbanem Territorium verortet sind, durch die Jahrhunderte im Spiegel der Kunst neue Gestaltung erfahren haben.

Kunstsammlung auf Tournee: Julia Stoschek ist zu Gast in Los Angeles (Rheinische Post, 3. Februar 2026)

Der Eintritt ist frei, Popcorn gibt es gratis. Auch die Öffnungszeiten (17 Uhr bis Mitternacht) entsprechen nicht eben musealen Gepflogenheiten. In der Tat sprengt das »Audiovisual Poem«, das vom 6. Februar bis 20. März im Variety Arts Theater von Los Angeles stattfindet, den Rahmen eines herkömmlichen Ausstellungserlebnisses. Einst traten hier Laurel und Hardy oder Buster Keaton auf. Jetzt gehen in dem verwaisten Palazzo Klassiker des Hollywood-Kinos mit zeitgenössischer Videokunst aus der Julia Stoschek Foundation eine ungewöhnliche Liaison ein. White Cube trifft Black Box – Regisseur dieser ungewöhnlichen filmischen Allianz ist Udo Kittelmann. In der »Rheinischen Post« habe ich über das Crossover-Format berichtet – übrigens die erste umfassende Präsentation der Stoschek Foundation in den USA.

Die Welt als Maske und Mummenschanz (kultur.west, 3. Februar 2026)

Wer Maske und Malerei sagt, muss James Ensor sagen. Der belgische Symbolist (1860–1949) hat die Maskerade zu seinem Markenzeichen gemacht. Momentan zeigt das Arp Museum Bahnhof Rolandseck seine Werke im Kontext der Schau »Seelenlandschaften«. Präsentiert werden die Bilder von Ensor in Remagen zusammen mit Beispielen der belgischen und französischen Malerei und Skulptur des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Dabei rekrutieren sich die Exponate zum einen aus der Antwerpener Sammlung The Phoebus Foundation, zum anderen aus der Kollektion von Gustav Rau – der Arzt, gestorben 2002, hatte seine Sammlung der Organisation Unicef vermacht, die das Konvolut als Dauerleihgabe an das Arp Museum weiterreichte.