Texte, die in Zeitungen und Zeitschriften erschienen sind

Jörg Restorff | Foto: Ute Gabriel

Texte

Diese Auswahl versammelt eine Reihe meiner Artikel, erschienen unter anderem im Magazin »kultur.west«, der »Neuen Zürcher Zeitung«, »Kunstforum International«, »Monopol« dem »boesner Kunstportal« und der »Rheinischen Post«. Kunst, Architektur und Design, Kultur und Geschichte bilden den Schwerpunkt.

Den Rhythmus der Natur im Museum erfahren (kultur.west, 22. März 2026)

1951 ging das Museum Morsbroich in Leverkusen an den Start – als erstes neu gegründetes Haus für Gegenwartskunst in der jungen Bundesrepublik leistete die städtische Institution in der Nachkriegszeit Pionierdienste. Fortan wurde in dem barocken Lustschloss die Lust aufs Zeitgenössische geweckt. Zum 75-jährigen Jubiläum beschwört eine naturverbundene Sonderausstellung die Kunst als heilsame Kraft, um dem hektischen Alltag zu entfliehen.

Günther Uecker: Die Verletzlichkeit der Welt (Kunstforum International, 20. März 2026)

Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck in Remagen präsentiert die erste posthum konzipierte Werkschau von Günther Uecker. Sie beleuchtet mit rund 45 Arbeiten das existenzielle Leitmotiv der Verletzlichkeit. Der Rundgang, den die Kuratorin Jutta Mattern unter Aufbietung zahlreicher prominenter Nagelobjekte, aber auch selten gezeigter Arbeiten aus dem Nachlass des Künstlers zusammengestellt hat, folgt keiner rigiden Chronologie. Als gemeinsamer Nenner der Schau lässt sich am ehesten Günther Ueckers Diktum von der »Verletzbarkeit des Menschen durch den Menschen« zugrunde legen.

Sanierungsdesaster am Grabbeplatz (kultur.west, 11. März 2026)

Weil der Zahn der Zeit am Betonbau der Kunsthalle Düsseldorf besonders erbarmungslos genagt hat, ist eine Generalüberholung überfällig. In diesem Sommer sollte dafür der Startschuss fallen. Die kurzfristige Verschiebung durch die Landeshauptstadt stellt die Benutzer des Gebäudes vor gravierende Probleme.

Mischa Kuball: Von der Straße ins Archiv (kultur.west, 3. März 2026)

Den Graben zwischen öffentlichem Raum und den abgeschirmten Bezirken der Kunstvermittlung überwinden, das hat sich Mischa Kuball auf die Fahnen geschrieben. Im Baukunstarchiv NRW in Dortmund macht der Düsseldorfer Künstler die Probe aufs Exempel.

Neue Ausstellung im KAI 10: Ein Atlas der fantastischen Welten (Rheinische Post, 2. März 2026)

Eine Ausstellung der Düsseldorfer Kai 10 | Arthena Foundation präsentiert Werke von neun Gegenwartskünstlern, die fasziniert sind von Landkarten. Im Zentrum ihrer „Uncertain Maps“ steht nicht topografische Verlässlichkeit, sondern die Erfindung fantasiereicher Parallelwelten.

Faszinierende Faltungen: Der Künstler Simon Schubert zeichnet mit Licht und Schatten (Kunst+Material, 2. März 2026)

Er hat das Faltblatt zur Kunstform erhoben. Der Kölner Künstler Simon Schubert faltet und drückt Flachreliefs ins Papier. Auf diese Weise sowie in Form von Pigmentreibungen baut er im zweidimensionalen Medium architektonische Räume von ungemeiner Präzision und Subtilität. Mit vielbeachteten Ausstellungen in Leverkusen, Düsseldorf und Neuss hat Simon Schubert in jüngster Zeit vermehrt Aufmerksamkeit auf sich gezogen – auch international: Als einer von drei Finalisten steht er jetzt in der Endrunde des Prix Guerlain. Ende März wird der renommierte Preis für zeitgenössische Zeichenkunst in Paris vergeben.

Museumsarchitektur. Spektakuläre Prunkbauten für die Kunst (Rheinische Post, 20. Februar 2026)

Dass die Kunstwelt mit Museen unterversorgt ist, kann man nicht gerade behaupten. Gleichwohl verspricht 2026 aufgrund etlicher ambitionierter Neubauten ein Jahr der Superlative zu werden. Eine Auflistung erstreckt sich von Hamburg über Brügge, Brüssel und Rotterdam bis nach London. Noch mehr Aufmerksamkeit allerdings verdienen jene Museumsnovizen, die jenseits des Großen Teiches der Vollendung entgegengehen: Los Angeles, Memphis und New York rücken mit glanzvollen Museumsbauten und berühmten Architektennamen ins Rampenlicht.